Sehnsucht nach einem verlorenen Ort

Shownotes

Mit Pastor Frank Howaldt

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00:00:08: Willkommen beim Podcast der Kirchengemeinde Orten sind.

00:00:10: Zeit zum Innerhalten und Nachdenken, Himmelfahrt – das heißt auch Gott verlassen zurückbleiben!

00:00:18: Es bleiben die alten Möbel Erinnerungstücke von früher als Gott so nah war.

00:00:23: es bleiben Worte im Poesiealbum des Lebens ein Nachgeschmack und ein paar Hoffnungszeichen.

00:00:29: Es bildet sich die Gemeinschaft Dera, die Gott vertrauen wollen, auch wenn seine Nähe nun eine Unendliche wird.

00:00:36: Es bildet sich Religion und damit kommt eine Frage in die Welt.

00:00:40: Ist Religion, ist unser Glaube die Zimmerdecke dessen möblierten Hauses?

00:00:45: Das fest- und geschlossene Dach das viel Erinnerung birgt aber die Unendlichkeit darüber vom Leiberheld?

00:00:52: oder öffnet sie den geschlossenen Raum nach oben ins Unendliche?

00:00:57: immerhin soll Gott dort jetzt wohnen.

00:00:59: Also luken auf, ich bin Pastor Frankowald und lade sie herzlich ein zu einer kleinen Himmelfahrt.

00:01:15: Sie hat ihn nicht weggeräumt den Koffer der seit Jahren neben der Haustür stand und an den Urlaub beinnerte in denen sie nicht fahren konnte.

00:01:22: dann ein weiteres Jahr Und dann bis jetzt steht er immer noch da.

00:01:26: Ella hatte sich gefreut immer wieder Es sollte ans Meer gehen wo die Wellen bis an die Kiefern reichen oder zur Cousine Emma mit dem Bauernhof in den Bergen nah am Himmel Oder in das Städtchen, wo der Flussgolden schimmert und sie die Leute wie alte Bekannte begrüßen konnte.

00:01:43: Und abends wurden die Lampions angezündet – und alles war gut!

00:01:47: Und alles so etwas wie Himmel auf Erden oder Erde unter Himmel, Wolken wie Schäfchen oder wie Engel, Auszeit für Sie selbst, aus Zeit mit Gott.

00:01:58: Denn Gott würde sie treffen, der wartete doch nur auf sie.

00:02:01: Jetzt war endlich Zeit, immer war endlich mal Zeit, die doch wieder

00:02:06: vergingen.".

00:02:07: Nur der Koffer überdauerte die Jahre und die Sehnsucht.

00:02:11: Aber dann kam das Summen der Beatmungsgeräte, dann kam eine Schwere über die Erde, dann wurden die Plätze geschlossen und Gesichter bedeckt – und der Kaffer blieb stehen!

00:02:22: Und dann kam die Feucht…und dann kam der eine Krieg.

00:02:26: …und dann der andere….und dann skandierten sie mit Gewalt unheilvolles und immer gingen Boote unter.

00:02:32: Nur der koffer

00:02:33: nicht.".

00:02:34: Aber Gott ging weg, einfach so fühlte es sich an.

00:02:38: Nach Hause wurde gesagt sei er zum Himmel zurück!

00:02:42: Es würde wohl ein Trost kommen, ein Geist aber das konnte sie schon nicht mehr hören.

00:02:46: Natürlich zwischendurch kam immer auch das Leben dem Leben dazwischen.

00:02:50: Zwischenduch meinte sie ein leises Klopfen zu hören An der Tür im Herzen Gott etwa.

00:02:57: Sie öffnete manchmal das Fenster Aber nichts als Himmel Immerhin Und der Koffer blieb als ein Zeichen des Widerspruchs gegen das enteignete Leben.

00:03:07: Denn sie wollte nicht so tun, als habe es nichts gegeben, dass in ihrem eigenen Leben unterbrochen und verhindert wurde.

00:03:14: Es gibt genug was sie liebt an ihrem Leben!

00:03:17: Es gibt genug worüber man weinen kann.

00:03:20: Und der Fluss schimmert ja weiter.

00:03:21: Golden und die Cousine merkt die Kühe und Flora wird getauft.

00:03:25: Und es gewöhnte sich der Krieg in die Welt hinein – und niemand warf ihn hinaus.

00:03:30: und die Haltung des Unmenschen gleich hinterher, die braune nicht mehr gestrigen Kleider.

00:03:36: Wenige warfen!

00:03:37: Und Gott?

00:03:39: Sie schließt das Fenster.

00:03:41: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

00:03:43: Wird sie sterben?

00:03:45: Nein – die Türen würden wieder aufgehen und der Schritt ins Freie wird möglich sein.

00:03:50: Es wird ein anderer Moment sein wenn sie das Haus verlässt, anders als sie es täglich üblicherweise verlässe.

00:03:57: Der Wind wird ihr anders durch das Haar streichen Und sie wird schutzlos sein, aber ohne Feucht.

00:04:03: Schutzlos vor dem Regen und dem Himmel und der Zukunft – Aber ohne Feuchte!

00:04:09: Etwas anderes wird wesentlich sein.

00:04:12: Du musst dich dann mit der Unendlichkeit abgeben in ihren vielen Formen also mit deiner Sehnsucht Deiner Liebe deinen Wundern deinem Himmel.

00:04:22: Ihr Koffer steht am Eingang und wenn es doch Gotteskoffer wäre denkt sie am Himmelfatztag als im Radio die Geschichte erzählt wird Und er wurde von ihren Augen ein Pur gehoben und eine Wolke nahm ihn auf.

00:04:36: Und als sie ihm nachsahen, wie er Gen Himmel fuhr, da standen zwei Männer die sagten, was steht ihr da?

00:04:41: Und seht Gen Himml!

00:04:42: Da kehrten sie nach Jerusalem zurück in das Haus wo sie sich aufzuhalten pflegten.

00:04:48: Gott verlässt, woer sich aufzuhalten pflegte Sein Menschen leben lang.

00:04:53: Gott verläßt die Häuser und die Kornfelder Das Seeufer die Tische den Richtplatz das Grab.

00:05:00: Sein Mensch seien zurück in unendliche Weiden des Himmels.

00:05:05: Und sie müssen sich allein mit ihrer Unendlichkeit abgeben, allein ihre Hoffnung wie Verbindung zu halten wäre mit ihm.

00:05:12: Gott ohne Fleisch und Blut.

00:05:15: Sie erzählten die alten Geschichten.

00:05:17: Sie kehren zurück wo sie sich aufzuhalten pflegten In das müblierte Haus.

00:05:22: am Eingang steht ein Koffer.

00:05:25: Eines morgens steht ein zweiter Koffa bei Ellers Haustür.

00:05:28: Wenn das nun Gotteskoffer wäre, denkt Ella was wohl drin wäre.

00:05:33: Was man auf Erden lässt von Trost war die Rede und der Kraft des Geistes – sie verlässt das Haus!

00:05:39: Und es kommt dieser Moment wo sie es mit ihrer Unendlichkeit von Sehnsucht und Liebe zu tun bekommt.

00:05:45: Der Moment wo ihr die Sprache verschlägt in mitten der unendlichen Fragen, die sich dir an den Weg stellen.

00:05:52: Himmel sagt sie hilft er nur noch beten?

00:05:55: Hört junge Leute Fragen auf dem Rathausplatz, ob wir wirklich dachten dass es immer so weiter geht.

00:06:01: Wann die Vernunft endlich über die Vernünft zieht wenn die Wüsten vormarschieren und die Wellen sich überschlagen?

00:06:08: Und wo das Herz eigentlich sitzen sollte wenn es der linke Fleck ist und wer sich wagt die Regenbogen fahren in den Himmel zu heben statt der Waffen.

00:06:18: sie geht nach Hause und öffnet ihren Koffer zieht das Sommerkleid über.

00:06:22: Sie öffnet den zweiten Koffer, den von Gott um Trost und Geist zu finden.

00:06:28: Sie findet einen Hammer.

00:06:31: Eingebettet in Tapetenwänden steht sie da und hält einen Hammer!

00:06:36: Sie will damit Wände zerschlagen tiefer dringen ein Loch hauen durch das sie die Weite sehen kann aber sich schwächelt legt den Hammer zur Seite stirbt denn die Hoffnung?

00:06:46: hilft er nur noch beten?

00:06:49: Und sie hört im Radio Das Gleichen.

00:06:51: hilft der Geist unserer Schwachheit auf, denn wir wissen nicht was wir beten sollen.

00:06:56: Sondern der Geists selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern.

00:07:01: Er forscht die Herzen und richtet den Sinn neu aus!

00:07:06: Da hilft kein Beten, sagt sie.

00:07:08: Und sie schwingt den Hammer – und sie schlägt zu.

00:07:11: Und Sie seht den Himmel – und Sie wirft sich rein.

00:07:16: Amen.".

00:07:43: So seid gewiss schon.

00:07:44: wenn Ihr Euren Fuß hebt steht ihr mitten im Himmel.

00:07:49: So wärmt euch an jenem hellen Schein, der euch ins Herz gegossen ist und auf den Weg gelegt.

00:07:54: Gott hat Euch nicht den Geist der Furcht gegeben sondern den Geists der Kraft, der Liebe und Besonnenheit.

00:08:00: Der Friede Gottes.

00:08:01: halte Euren Verstand wach und eure Hoffnung groß!

00:08:05: Gott segne Euch und bewahre Euch an Körpergeist und Seele.

00:08:10: Amen.

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